FAQ - Frequently Asked Questions
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Was ist Yoga?
Auf diese Frage gibt es eigentlich keine kurze adäquate Antwort, aber wir wollen es einmal versuchen:
Yoga ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre und mehrere tausend Jahre alt. In ihrer Ursprungsform beinhaltet diese Lehre körperliche
Übungen, Atemtechniken, Konzentrationsübungen und Meditation. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Arten von Yoga entwickelt, die ihren Fokus
unterschiedlich setzen, das eine z.B. verstärkt auf den körperlichen Aspekt, ein anderes eher auf den rein meditativen.

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Was ist Ashtanga Yoga?
Ashtanga Yoga ist eine sehr weit zurückreichende Form des Yoga, aus dem viele Yogaformen, die auf einen zusammenhängenden
"Flow" (fließender Übergang) zwischen den einzelnen Asanas (Übungen) setzen, entspringen.
Die traditionelle Form des Ashtanga ist
kraftvoll und dynamisch, der Fokus liegt auf Körper und Atmung. Hinzu kommen Aspekte wie der "Drishti" (Blickpunkt) und die "Bandhas"
(Anspannung und Kontrolle bestimmter Muskelpartien). Es werden sechs aufeinander folgende Serien (fest gelegte Folge von Asanas (Übungen)) mit
steigendem Schwierigkeitsgrad praktiziert und unterrichtet. So starten Anfänger z.B. mit der "First Series" (Ersten Serie). Wenn sie diese
beherrschen, gehen sie zur 2. Serie über, usw.

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Ist Ashtanga Yoga dasselbe wie Power Yoga?
Nein. Das Attribut "Power" weist lediglich darauf hin, dass es sich um eine körperlich fordernde Form des Yogas handelt.
Der Begriff "Power Yoga" wurde zuerst von Beryl Bender Birch, welche fast reines Ashtanga Yoga unterrichtete, aber darauf aufbauend einen
eigenen Stil entwickelt hat, verwendet. Viele Asanas (Übungen) und auch im "Flow" (das ist ein fließender Übergang zwischen den Asanas)
gleichen sich Power Yoga und Ashtanga Yoga. Dennoch orientiert sich Ashtanga eher auf die festgelegten auf den Leistungsstand des Schülers
abgestimmten Serien, während Power Yoga Übungen immer wieder mixt.

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Was unterscheidet Ashtanga Yoga von anderem Yoga?
Das Besondere am Ashtanga Yoga ist, dass jeder Schüler eine auf seinen Leistungsstand abgestimmte festgelegte Serie praktiziert.
Das ist doch langweilig? Im Gegenteil!
Denn jeder Schüler praktiziert in seinem Tempo, Atmung, Rhythmus, Leistungsstand und Tagesform. So passt
sich die Ashtanga Yoga Praxis dem Schüler an und eine einzige Serie entblättert im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Nuancen. Dadurch, dass der
Schüler lernt auf sein eigenes Inneres zu hören, seine eigenen Grenzen kennen zu lernen und zu überschreiten, erreicht die Ashtanga Yoga Praxis eine
Tiefe, die geführte Yogaklassen mit immer wechselnden Übungen nicht bieten können.
Außerdem macht Ashtanga Yoga unabhängig!
Denn egal an
welcher der 6. Serien ein Schüler gerade arbeitet – es ist immer die gleiche Sequenz – egal ob der Schüler gerade in Berlin, New York City, Mysore
Indien oder bei sich zuhause im Wohnzimmer ist.

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Woher kommt denn der Begriff "Ashtanga"?
Ashtanga ist ein Wort aus dem Sanskrit (die Sprache der indischen Veden und der klassischen indischen Kultur) und kann als
"Acht" oder "acht Teile" oder "acht Abschnitte" übersetzt werden. (Das indische Wort "Ashto" heisst
"Acht").
Es bezieht sich auf einen Text des "Yoga Sutra", in welchem ein achtgliedriges philosophisches System beschreiben
wird.

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Wer war Pattabji Jois?
Krishna Pattabhi Jois (* 26. Juli 1915 in Kowshika; † 18. Mai 2009 in Mysore, beide Orte im südindischen Bundesstaat
Karnataka) gilt als Head des Ashtanga Yoga. Er selbst hatte "Ashtanga Yoga" bzw. "Ashtanga (Vinyasa) Yoga" von Krishnamacharya,
einem bedeutenden Yoga Teacher, gelernt und weiter entwickelt.

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Kann jeder Ashtanga Yoga machen? Für wen ist es geeignet?
Da die Asanas (Übungen) individuell variiert werden können, die Teacher der Yoga School Berlin auch auf Menschen mit
Beeinträchtigungen persönlich eingehen und gerade der Mysore-Stil (Einzelunterricht in der Gruppe) dem Schüler ermöglicht, ganz in seinem eigenen
Tempo, Level und Tagesform zu praktizieren, kann grundsätzlich jeder Ashtanga machen.
Dennoch ist Ashtanga eine körperlich fordernde Tradition,
weswegen Freude an Bewegung und körperlichen Herausforderungen vorhanden sein sollte.
Wichtig: Ashtanga Yoga ist kein
Wettbewerb! Gerade beim Ashtanga, wo gelehrt wird, auf seine eigene innere Stimme (Grenze) zu hören, ist es unbedeutend, ob der Nachbar gerade sein
Bein hinter den Kopf klemmt. Viel bedeutender ist es, auf den eigenen Körper zu hören, seine persönlichen Grenzen jeden Tag neu zu erkennen und diese
ganz leicht, ganz natürlich und langsam zu weiten.

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Auf eurem Stundenplan sehe ich LED und Mysore Klassen, was ist das?
Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Unterrichtsformen: die geführten Klassen, d.h. die Gruppe wird vom Teacher angeleitet
und praktiziert die Serie gemeinsam und die Mysore-Klassen, d.h. in der Gruppe praktiziert jeder für sich allein (ohne Anleitung) und jeder erhält
persönliche Korrekturen vom Teacher (Einzelunterricht in der Gruppe).
Der Name "Mysore" ist übrigens der Name der Stadt in
Südindien, in der Pattabhi Jois, Head der Ashtanga Yoga Linie, hauptsächlich unterrichtet hat.

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Auf dem Stundenplan sind so viele Kurse, welcher passt für mich als Anfänger?
Für Anfänger sind natürlich besonders die Einsteigerkurse geeignet, in welchen die Basics gelehrt und genau erklärt und gezeigt
werden. Dennoch kannst Du jederzeit auch in einen Mysore-Style (Einzelunterricht in der Gruppe) oder einen mittleren Kurs (z.B. LED I) kommen.

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Muss ich die 1. Serie kennen, bevor ich zum ersten Mal komme?
Nein. Der Weg des Ashtanga ist die Praxis. Daher kommst Du einfach und machst mit. Keine Angst! Wir lassen Dich nicht im Raum
stehen. Sowohl in den geführten Klassen, als auch im Mysore Style (Einzelunterricht in der Gruppe), sagen wir Dir an, was nun dran ist und gehen auf
Dich persönlich ein.

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Meine Freundin macht Ashtanga und kann ihre Füße hinter den Kopf legen und Kopfstand.
Muss ich als Anfänger so was auch können?
Nein.
Erstens: Ashtanga Yoga ist kein Wettbewerb und was Dein Nachbar auf der Matte macht ist unwichtig. Die Asanas (Übungen),
die Du ansprichst, sind fortgeschrittene Übungen und machst Du als Anfänger sicher nicht. Gerade in Anfängerkursen lernst Du einfache und sichere
Positionen und Grundlagen, die Dir helfen werden irgendwann einmal auch ganz leicht im Kopfstand zu stehen. Wir freuen uns darauf, Dich jede Position
zu lehren, wenn Du es möchtest und bereit bist dafür.
Und Zweitens: neben allen Benefits und Erkenntnissen, die Du durch Ashtanga Yoga haben
wirst, ist es vor allem eines: Spaß, Freude und Leichtigkeit

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Wie oft sollte ich praktizieren?
So oft wie DEIN Körper Bewegung, DEIN Kopf Erholung von Stress braucht und es DIR Spaß & Freude macht.
(Unsere einzige
zusätzliche Empfehlung: eine gewisse Regelmäßigkeit ist von Vorteil).

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Welche Veränderung kann ich erwarten, wenn ich 3 Monate lang 3 x die Woche Ashtanga machen würde?
Dein Körper wird sehr viel flexibler und stärker sein. Er wird definierter (Muskeln) und eventuell schlanker sein. Auf jeden Fall
wird er viel weniger angespannt, weicher und geschmeidiger sein. Deine Bewegungen werden viel bewusster, ausdrucksstärker und anmutiger sein. Du
wirst ausgeglichener, entspannter, positiver sein. Du wirst mehr auf Deine innere Stimme hören. Du wirst selbstbewusster sein, Deine eigenen Grenzen
kennen und gleichzeitig wissen, dass Du sie jederzeit weiten kannst. Und Du wirst wissen, dass das erst der Anfang ist.

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Wird während der Praxis getrunken?
Nun, wenn es geht, solltest Du darauf verzichten. Wenn Du weißt, Du gehst zur Praxis, achte darauf, dass Du im Vorfeld genug Wasser
getrunken hast (das solltest Du sowieso

)
und nach der Praxis kannst Du natürlich so viel trinken, wie Du willst.

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Darf ich vor dem Yoga essen?
Mit prall gefülltem Magen praktiziert es sich nicht so gut. Wenn Du essen möchtest, dann solltest Du das zuletzt ca. 2 – 2,5 h vor
der Praxis.

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Brauche ich eine eigene Yogamatte?
Gern kannst Du Deine eigene Matte mitbringen. Wir verleihen jedoch auch kostenlos Matten, so dass Du jederzeit auch spontan kommen
kannst.

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Gibt es sonst Do's und Don'ts?
Wir bitten Dich, im Praxisraum nicht zu sprechen. Dafür ist der Aufenthaltsraum besser geeignet. Da wir alle in einem Raum zusammen
praktizieren ist es auch nicht günstig, vor der Praxis schwere Parfüms oder ähnliches aufzulegen.

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Muss ich mich aufwärmen vor der Praxis?
Nein. Deine Praxis beginnt erst, wenn Du auf der Matte stehst, bzw. in den geführten Klassen, wenn wir alle gemeinsam auf den
Matten stehen. Die Ashtanga Serie beginnt selbst bereits mit einer Aufwärm-Sequenz, die durch den speziellen Atem (U) unterstützt wird.

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Was sollte ich anziehen?
Leichte, bequeme Kleidung, die Dich nirgends in der Bewegung einschränkt, z.B. eine Leggins, Shorts oder Jogginghose und Shirt. Im
Winter kannst Du "Zwiebelschichten" anziehen, z.B. ein zusätzliches Jäckchen und Stulpen, die Du dann im Laufe der Praxis abstreifst.

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Ich bin körperlich eingeschränkt!
Wenn Du eine wirklich schwere körperliche Einschränkung hast, solltest Du im Vorfeld das Einverständnis Deines Arztes einholen. In
jedem Fall informiere den Teacher Deiner Class, damit auf Deine Einschränkung (z.B. durch alternative Asanas (Übungen)) eingegangen werden kann.

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Kann ich das auch allein zu hause machen?
Absolut. Und nicht nur zu hause – auch in den Ferien, am Strand, im Garten – wo immer Du willst. Das ist das Schöne und Besondere
am Ashtanga: Du bist nicht abhängig von irgendetwas oder irgendjemandem.
Da Du Dich selbst allerdings nur bedingt korrigieren kannst, ist es von
Vorteil, Dir neben Deiner Self-Practise immer wieder den Genuß eines guten Lehrers zu schenken.

FAQ Männer
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Yoga ist doch eher langsam und was für Softies?
Nicht Ashtanga Yoga. Wobei Du im Mysore Style (Einzelunterricht in der Gruppe) in Deinem eigenen Tempo auch ganz langsam und
bedächtig praktizieren kannst. Normalerweise ist Ashtanga jedoch eine dynamische, kraftvolle, fließend ineinander übergehende Serie von Asanas
(Übungen), die Kraft, Flexibilität und Balance fordert und bringt.

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Um Ashtanga zu machen, muss man doch flexibel sein?
Überhaupt nicht. Flexibilität ist keine Voraussetzung für Ashtanga Yoga, sondern ein Ergebnis.

FAQ Frauen
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Ashtanga Yoga ist sehr anstrengend oder?
Ja und Nein. Zwar ist Ashtanga Yoga sicher ein fordernder Ausdauersport. Aber da beim Ashtanga jeder in seinem persönlichen Level,
Tempo und Schwierigkeitsgrad praktiziert, ist die Praxis immer abgestimmt auf den Leistungsstand und auch die Tagesform des Schülers. Der Schüler
selbst bestimmt, wie seine Praxis an dem Tag aussieht – und ob es ein dynamisches kraftvolles Workout oder eine ganz leichte sanfte Praxis wird.

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Baue ich durch Ashtanga nicht zu viel Muskelmasse auf?
Du wirst auf jeden Fall Muskeln aufbauen. Und Fettmasse ab. Aber im Gegensatz zum Fitness Studio, wo Muskeln oft "aufgepumpt"
und dick aussehen, wird die Muskulatur durch Ashtanga Yoga sehr differenziert und eher lang gezogen, d.h. eher schöne schlanke definierte Muskeln –
und kein Gramm Fett. Nun und bei Madonna sieht das ja auch nicht dick aus...

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Ashtanga Yoga während der Regel?
Dazu gibt es viele Meinungen. In der langjährigen Erfahrung haben wir festgestellt, dass die Ashtanga Yoga Praxis während der
Periode manchen Frauen nicht bekommt, andere merken keinerlei Unterschied oder empfinden sie sogar als wohltuend. Aus schulmedizinischer Sichtweise
gibt es bisher keine Einschränkungen.
Deswegen ist unsere Empfehlung hier: ob Du während Deiner Menstruation Ashtanga Yoga und/oder
Umkehrhaltungen praktizierst, eine sanftere Praxis ohne Umkehrhaltungen machst oder gar nicht praktizierst hängt ganz allein von Deinem eigenen
Empfinden ab – jedes Mal wieder neu.

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Ashtanga während der Schwangerschaft?
Wenn Du absolute Anfängerin bist raten wir, insbesondere in den ersten drei Monaten, in denen der Fötus sich erst einmal im
Mutterleib festsetzen muss, davon ab, eine sehr fordernde kraftvolle Praxis zu betreiben. Aber Ashtanga – insbesondere der Mysore Style
(Einzelunterricht in der Gruppe) kann auch ganz leicht und sanft ausgeübt werden und es gibt allerlei alternative Asanas. Wir empfehlen, Deinen
Wunsch mit Deinem Arzt abzusprechen und uns in jedem Fall über Deine Schwangerschaft zu informieren, so dass wir gemeinsam schauen können, was am
besten für Dich passt.
